Sie fragen - Hörspezialisten antworten


Zum Thema Hören & Hörgeräte gibt es viele, viele Fragen. Wir haben hier eine ganze Reihe an typischen Fragen von Menschen aufgeführt und dazu die passenden Antworten der Hörspezialisten eingestellt. Sie werden staunen, wieviele Dinge für Menschen interessant sind.


Petra K. aus B.: Warum fällt es mir so schwer, mich für das Thema Hörgeräte zu interessieren und mich mehr darüber zu informieren?

 

Hörspezialist: Dies ist ein ganz normales Verhalten. Die meisten Menschen sind im Zusammenhang mit dem Thema Hören & Hörgeräte eher sehr zurückhaltend. Das mag daran liegen, dass viele immer noch an „Hörrohr“ und „Altsein“ denken, was aber schon lange vorbei ist. Hören bzw. Akustik ist im heutigen Zeitalter der Kommunikation ein ausgesprochen interessantes, hochmodernes Thema. Denn jeder will, ja muss die Menschen verstehen, wenn man sich unterhält. Und der Akustiker von heute hält unglaublich moderne und unauffällige Hochleistungs-Lösungen dafür bereit.

 

Ernst J. aus K.: Was kann ein Hörakustiker mir eigentlich bieten?

 

Hörspezialist: Das ist eine gute Frage. Ein Hörakustiker ist heutzutage Spezialist für alle Fragen rund um das Thema Hören & Verstehen. Das bedeutet, dass er nicht nur alle modernen Hörlösungen und Produkte dazu zur Verfügung hat, nein er bietet ebenso Produkte für den Gehörschutz wie auch für den Schwimmschutz, insbesondere für Kinderohren an. Ganz nebenbei werden alle Produkte individuell auf den Menschen abgestimmt. Dies gilt auch für einen individuellen HiFi-Kopfhörer, den Sie niemals im Elektromarkt bekommen können, der dafür aber auch bei leiser Musik einen Ohrenschmaus darstellt und damit im Gegensatz zu den üblichen Kopfhörern viel „gesünder“ ist. Übrigens: So passgenau, dass er nur in Ihre Ohren passt.

 

Anton R. aus T.: Warum brauchen Menschen denn einen Gehörschutz?

 

Hörspezialist: Wer unnötigen Lärm wie Türenknallen, Hupen oder Radio und TV nicht vermeiden kann, sollte das Gehör schützen. Ein guter Hörakustiker bietet Ihnen ein breites Spektrum an Gehörschutzstöpseln und -kapseln, die Sie wirksam vor Schäden schützen. So individuell wie Ihr Gehör ist, formt er auch nach Ihrem Ohrabdruck den Schutz an - damit nichts zu locker sitzt oder drückt. So erreicht er den optimalen Tragekomfort, sogar wenn Sie täglich mehrere Stunden Ihren Schutz tragen sollten.

 

Hilde R. aus W.: Wie sieht es mit dem Schwimmschutz aus?

 

Hörspezialist: Kinder leiden häufig unter wiederkehrenden Mittelohrentzündungen und bekommen vom HNO-Arzt Paukenröhrchen eingesetzt. Damit kein Wasser durch diese Röhrchen dringen kann, gibt es einen individuell angefertigten Schwimmschutz aus Silikon. Er wird beim Baden, Duschen oder Schwimmen getragen und ist in vielen Farben erhältlich.
Auch für Erwachsene, die unter einer Chlorallergie leiden oder die Bakterien von Naturgewässern nicht vertragen, eignet sich der Schwimmschutz hervorragend !

 

Andreas P. aus N.: Sind Hörgeräte eigentlich immer noch so groß und merkwürdig geformt?

 

Hörspezialist: Die Zeiten, in denen Hörgeräte groß und unförmig waren, sind glücklicherweise vorbei. Durch einen verbesserten Bedien- und Tragekomfort hat sich die Akzeptanz von Hörgeräten deutlich erhöht. Die Hörqualität konnte ebenfalls entscheidend optimiert werden. Man kann durchaus von Miniatur-Produkten mit High-Tech-Ausstattung sprechen, die es in vielen Varianten gibt. Freie Hörspezialisten haben eine unglaublich große Zahl an verschiedenen Formen zum Vorzeigen zur Verfügung. Lassen Sie sich dort einfach mal inspirieren.

 

Karl L. aus L.: Ich habe schon mal den Begriff IdO-System gelesen. Was bedeutet dies eigentlich?

 

Hörspezialist: IdO-Hörsysteme werden nicht hinter dem Ohr (HdO), sondern direkt in der Ohrmuschel getragen. Je nachdem, wie tief diese IdO-Hörsysteme im Gehörgang sitzen, unterscheidet man drei verschiedene Typen: a) Komplett im Gehörgang (CIC), b) Im Gehörgang – Gehörgangssystem (ITC) oder c) In der Ohrmuschel – Conchasystem. Und alle werden optimal individuell mit Abdruck Ihres Gehörgangs für Sie passend gefertigt.

 

Larissa Sch. aus M.: Ich habe den Begriff „Offene Hörgeräte“ schon einmal gehört. Was hat das zu bedeuten?

 

Hörspezialist: Diese neue Bauform hat sich erst seit 2005 mehr und mehr durchgesetzt. Die Technik befindet sich hinter dem Ohr und wird über einen winzigen Micro-Schlauch zum Gehörgang geführt. Das macht einen sehr, sehr angenehmen Tragekomfort aus, der Sie fast vergessen lässt, dass Sie eine Hörlösung nutzen. Und: Es ist eine sehr diskrete, unauffällige Lösung.

 

Konrad A. aus P.: Ich frage mich immer, wie ein Hörgerät funktioniert. Könnten Sie das kurz erläutern?

 

Hörspezialist: Das ist vom Prinzip her ganz simpel: Der Schall tritt über ein Mikrofon in das Hörgerät ein. Das Mikrofon dort wandelt die Schallwellen in elektrische Impulse um. Die Signale werden elektronisch mittels Programmierung eines Mikro-Chips dem jeweiligen Hörverlust angepasst, dann verstärkt und an einen Empfänger (Lautsprecher) weitergeleitet. Von hier erfolgt die Ausgabe entweder direkt in den Gehörgang des Hörgeräteträgers oder beim Hinter-dem-Ohr Gerät durch einen Schallschlauch in das Ohrpassstück und dann in den Gehörgang. Und immer ganz individuell durch den Hörakustiker auf die Hörbedürfnisse des Menschen abgestimmt.

 

Gerda C. aus D.: Warum gibt es für mich denn die Profi-Hörgeräte nur beim Hörakustiker und nicht im Elektronikmarkt oder im Kaufhaus zu kaufen?

 

Hörspezialist: Das ist ganz einfach zu erklären. Eine Brille muss immer geschliffen werden und auf das Sehvermögen des Menschen, der sie tragen soll, abgestimmt werden. Mit einem Hörprodukt verhält es sich ganz genau so. Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch hat in anderes individuelles Hörvermögen. Und somit müssen Hörprodukte haargenau auf den jeweiligen Hörverlust des Menschen, der sie nutzen soll, abgestimmt werden. Das ist ein durchaus anspruchsvoller Vorgang, denn erst wird das Hörvermögen audiologisch gemessen, dann wird die Hörlösung per Computer ganz exakt darauf programmiert. Nur so werden Mensch und Hörlösung nach und nach eine funktionierende Einheit.

 

Edwin P. aus E.: Es gibt doch oft ganz günstige Hörverstärker, z.B. bei Aktionsangeboten im Discount-Markt. Da kann ich doch sparen und brauche kein teures Hörgerät vom Akustiker.

 

Hörspezialist: Leider kann man beide Produkte keineswegs vergleichen, denn die billigen Hörverstärker verstärken stets alle Geräusche und Klänge gleichstark, obwohl Menschen zumeist nur in einem bestimmten Bereich ein Hördefizit haben. Das bedeutet dann, dass auch die noch gesunden Frequenzbereiche des Gehörs mit der Verstärkung belastet und durchaus auch geschädigt werden. „Teure“ Hörgeräte sind keineswegs „teuer“, sondern sind technologisch so weit entwickelt, dass der Hörspezialist die Produkte genau so einstellen kann, dass sie nur die Frequenzbereiche verstärken, die auch für das individuelle Hördefizit notwendig sind. Dazu haben die Profi-Produkte vom Hörakustiker auch Technologien eingebaut, die dafür sorgen, dass Störgeräusch-Einflüsse unterdrückt, Richtungshören ermöglicht und Sprachsignale erkannt werden können. Diese Technologie fehlt den billigen Hörverstärkern immer.

 

Fritz E. aus H.: Hat ein Hörakustiker nur Hörgeräte im Angebot?

 

Hörspezialist: Nein. Er hat zum Beispiel bestimmte Kopfhörer. Haben Sie z.B. Schwierigkeiten, das Radio oder den Fernseher zu verstehen? Dann gibt es die passende Lösung für Sie: Köpfhörer- und Kinnbügelsysteme, in denen Sie die eigene Lautstärke für sich regulieren können, während ihre Umwelt die normale Lautstärke verfolgt. Somit steht einem brillanten Hörgenuss von Radio und TV nichts mehr im Wege - und auch die anderen Zuschauer und Nachbarn bleiben ungestört. Oder Lichtwecker. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Es gibt beispielsweise Geräte, die per hellem Lichtsignal oder Vibrationen wecken. Diese Geräte sind auch als Armbanduhren lieferbar. Oder nehmen Sie die Batterietester. Diese Tester zeigen den Ladezustand der Batterie an, und sorgen dafür, dass Batterien nicht zu früh entnommen werden. So sparen Sie Batteriekosten und verschaffen sich Sicherheit! Das Sortiment des Hörakustikers ist weit größer, als manche denken.

 

Dieter F. aus W.: Weiß ein Hörakustiker eigentlich, was eine Mittelohrentzündung ist?

 

Hörspezialist: Selbstverständlich. Eine Mittelohrentzündung ist ein Virusinfekt oder eine bakterielle Infektion. Sie wird meist aus dem Nasen-Rachen-Bereich über die Ohrtrompete in das Mittelohr weitergeleitet. Typische Symptome sind starke Ohrenschmerzen, Hörverlust und Fieber. Übliche Behandlungsformen sind: Antibiotika, Nasentropfen und Schmerzmittel. Natürlich weiß ein Akustiker, dass Sie damit bei einem Arzt bestens aufgehoben sind. Und er weiß, dass diese Krankheit durchaus zu einer dauerhaften Minderung des Hörvermögens führen kann.

 

Trude H. aus K.: Was ist eigentlich genau ein Tinnitus? Das hört und liest man immer häufiger.

 

Hörspezialist: Der Tinnitus äußert sich durch Töne, Pfeifen oder Geräusche im Ohr, die eigentlich gar nicht existieren. Je nach Dauer unterscheidet sich der Tinnitus in drei Arten: akuter Tinnitus (bis zu drei Monate), subakuter Tinnitus (bis zu sechs Monaten) und chronischer Tinnitus (mehr als sechs Monate). Der Hauptauslöser ist Stress, und die Ohrengeräusche sind die Folge eines Schadens im Innenohr. Innere Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck begünstigen natürlich die Entwicklung. Beim erstmaligen Auftreten von Ohrgeräuschen sollte man richtig ausschlafen, um zur Ruhe zu kommen. Sind die Geräusche am nächsten Tag noch immer vorhanden, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden.

 

Bernd R. aus M.: Nützt mir bei einem Tinnitus-Fall der Gang zum Akustiker?

 

Hörspezialist: Auf jeden Fall. Denn der Akustiker kann neben einem Test des Gehörs auch Produkte zur Linderung der Symptome empfehlen und hat sehr oft auch gute Ratschläge zu einem ersten Umgang mit dem Tinnitus parat. Manches Mal gibt es auch therapeutische Hilfe zu diesem Thema.

 

Torsten T. aus T.: Was genau ist eigentlich ein Hörsturz?

 

Hörspezialist: Der Hörsturz tritt meist einseitig und plötzlich auf, oft begleitet von Ohrgeräuschen, einem pelzigen Gefühl um die Ohrmuschel und Schwindel. Was dabei genau passiert, ist nicht bekannt. Vermutet werden Durchblutungsstörungen und Verschlüsse kleinster Gefäße. Stress, akute Infekte im Mittelohr, Bewegungsarmut, Verletzungen oder Medikamente können die Ursachen sein. Die Behandlung sollte innerhalb von 24 bis 48 Stunden beginnen. Oft kommen durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz. Auch ein Hörsturz, der zu spät oder falsch behandelt wurde, kann zu einer dauerhaften Einschränkung des Hörvermögens führen.

 

Frieda G. aus J: Kann mir ein Hörakustiker erklären, was es mit der Altersschwerhörigkeit auf sich hat?

 

Hörspezialist: Aber ganz sicherlich. Dahinter steckt meistens ein altersbedingter Verfall der Haarzellen im Innenohr sowie der Nervenzellen von Hörnerv und Hörbahn. Erbliche Faktoren und eine für das Organ ungesunde Lebensführung haben starken Einfluss auf die Entstehung von Schwerhörigkeit. HNO-Ärzte empfehlen, ab 45 Jahren regelmäßig einen Hörtest zu machen. Eine rechtzeitige Behandlung kann den Prozess aufhalten. Wenn Sie sich fünf Minuten Zeit für Ihre Ohren nehmen und zu einem Hörakustiker gehen, erstellt der Ihnen kostenlos und unverbindlich Ihr Hörprofil.

 

Werner B. aus G.: Wie viele Hörgeräte gibt es eigentlich?

 

Hörspezialist: Deutschlandweit gibt es derzeit weit über 1.000 verschiedene Hörsysteme. Ein Hörakustiker weiß genau, welches das Richtige für Sie wäre. Hörakustiker versuchen immer, ein optimales Produkt für den Kunden zu finden, das exakt auf ihn abgestimmt werden kann. Auf Ihre Bedürfnisse eingestellt, erhalten Sie dann in der Testphase ein Hörsystem, in dem eine Datenaufzeichnung enthalten ist. Die dadurch generierten Daten werden gemeinsam mit Ihnen ausgewertet und dazu genutzt, die Anpassung für Ihr individuelles Hörvermögen noch zu verfeinern.

 

Hildegard L. aus D.: Warum sind Hörgeräte eigentlich nicht schön?

 

Hörspezialist: Das stimmt heute überhaupt nicht mehr. Fast jährlich gewinnt z.B. ein Hörsystem eines Herstellers den angesehenen red-dot-Design-Award. Es gibt mittlerweile eine Art inoffiziellen Wettbewerb darum, welches Hörgerät im Jahr das Schönste ist. Und dies betrifft natürlich nicht nur die vielen Farben, in denen moderne Hörprodukte zu erhalten sind, sondern ebenso die Form, die sich oft fast unmerklich dem menschlichen Ohr anschmiegt.

 

Anne F. aus O.: Ich habe große Angst vor dem schrillen Pfeifen eines Hörgerätes. Was kann man da machen?

 

Hörspezialist: Eigentlich brauchen Sie heute keine Furcht mehr vor der so genannten Rückkopplung zu haben. Da moderne Hörlösungen heute kleine digitale Computer sind, haben sie auch eine programmierte Funktion, die das Auftreten von Pfeifgeräuschen fast komplett ausschließt. Diese Funktion erkennt eine aufkommende Rückkopplung schon in ihrer Entstehung und unterdrückt diese höchst wirksam. Jeder Hörakustiker könnte Ihnen dies eindrucksvoll vorführen.

 

Wolfgang B. aus A.: Woran erkenne ich, dass ich eventuell eine Hörschwäche habe?

 

Hörspezialist: Sollten Sie sich wundern, dass Ihre Gesprächspartner undeutlicher sprechen oder sollten Sie öfter mal darum bitten, Gesagtes zu wiederholen oder sollten Sie das Radio oder den Fernsehapparat lauter stellen, als es Ihre Mitschauer angenehm finden, könnte dies schon ein Zeichen für eine Minderung des Hörvermögens sein. Auch bei nur einem dieser Fälle wäre es eine schöne Idee, einen Akustiker einmal Ihr Hörvermögen unverbindlich überprüfen zu lassen. Übrigens: Dies sollten Menschen regelmäßig, optimal alljährlich machen, denn wird eine Hörminderung zu lange nicht erkannt, ist es weitaus schwieriger, diese zu beheben.

 

Karin R. aus T.: Gibt es eigentlich auch andere Produkte als Hörgeräte?

 

Hörspezialist: Natürlich. Denn der Hörsinn, das Gehör und die Ohren wirken auf den Menschen nicht nur beim Thema "Verstehen" ein. Auch Schutz vor schädlichen Einflüssen wie Lärm oder aber Wasser beim Schwimmen benötigen entsprechende Produkte. Lärmschutz in individueller Ausprägung und Schwimmschutz in ebenso individuellem Zuschnitt sind natürlich beim Akustiker erhältlich. Doch es gibt noch mehr. Echte HiFi-Fans können einen individuell angepassten Kopfhörer dort erhalten. Damit bekommen die Käufer einen ungeahnten Klanggenuss für alle musikalischen Ereignisse. Und da dieser Kopfhörer die Ohren nach außen hin abschließt, kann man seine Musik auch leise wundervoll genießen. Abgerundet wird das Produktangebot mit Batterien aber auch Zusatzprodukten wie TV-Kopfhörern oder Vibrationsalarm-Systeme.

 

Peter N. aus L.: Warum sagen viele Menschen, dass Hörgeräte "alt" machen?

 

Hörspezialist: Dies ist eine schwierige Frage, die man nur mit der Vermutung beantworten kann, dass bei vielen Zeitgenossen noch die Vorstellungen des Hörrohrs vorherrschen. Doch das Gegenteil ist eigentlich der Fall. Denn moderne Hörlösungen sind hoch entwickelte Medizintechnik, sie sind winzig klein und sorgen dafür, dass Menschen wieder alles verstehen, wenn sie sich unterhalten. Dann fällt den anderen Menschen auf, dass die Frage "Wie bitte?" fast nicht mehr gestellt wird. Somit sorgen moderne Hörlösungen dafür, dass man eben nicht mehr als "alt und gebrechlich" angesehen wird. Und dieses Bewusstsein setzt sich mehr und mehr durch.

 

Johannes Sch. Aus D.: Sind Akustiker alle gleich gut?

 

Hörspezialist: Diese Frage kann genauso beantwortet werden wie die Frage, ob alle Menschen gleich sind: Nein. Es gibt sicherlich Akustiker, die den schnellen Verkauf eher im Vordergrund sehen, als die Zufriedenheit der Kunden. Der Mehrzahl der Kolleginnen und Kollegen aber ist der Mensch, der sich in Fragen der Hörlösung an einen Akustiker wendet, von größter Bedeutung. Sie werden so lange einfühlsam betreut, bis Sie mit der Lösung zufrieden sind, egal wie lange dies dauert. Denn wieder alles zu verstehen und damit Lebensqualität zurück zu erhalten ist eine zentrale Verpflichtung unseres täglichen Wirkens.

 

Beate I. aus F.: Warum zögern so viele Menschen, den Weg zum Akustiker zu suchen?

 

Hörspezialist: Ehrlich gesagt gibt es dafür keine Antwort. Es liegt aber die Vermutung nahe, dass man denkt, dort nur Hörgeräte zu bekommen, die dann wiederum mit dem Thema "Alt sein" in Verbindung gebracht werden. Dass dies grober Unfug ist, erkennt man schon daran, dass viele Menschen aus allen Altersschichten ein modernes Hörsystem nutzen. Und dann sind diese Menschen in der Lage, fast wieder alles zu verstehen, was gesagt wird. So fällt gar nicht mehr auf, dass eine Minderung des Hörvermögens vorhanden war. Und wenn man ehrlich ist: Wenn man nicht mehr scharf sehen kann, geht man doch auch zum Optiker. Beim Hörsinn ist es das Gleiche. Nur führt dann der Weg am besten zu einem Akustik-Spezialisten.

 

Yvonne C. aus H.: Wie viele Hersteller von Hörgeräten gibt es eigentlich ?

 

Hörspezialist: Weltweit gibt es einige. In Deutschland gibt es Niederlassungen von 12 Herstellern. Durch Konzentrationsprozesse der letzten Jahre sind einige Hersteller erworben und in neuen Unternehmen als Produktmarke integriert worden. Links zu Herstellern finden Sie unter anderem auf der Informationsplattform www.hear-it.org.

 

Anna G. aus K.: Was ist eigentlich ein Audiogramm ?

 

Hörspezialist: Mit einem Audiogramm stellt der Akustiker das Hörvermögen eines Menschen grafisch dar. Dort werden die Kenndaten, die ein Hörtest zu Tage bringt, eingetragen und optisch erkennbar gemacht. Das Audiogramm ist die Basis, um bei einer eventuell festgestellten Hörschwäche, eine passende Lösung zum Ausgleich und damit einer verbesserten Hörfähigkeit zu finden.

 

Helena D. aus L.: Was kostet eigentlich ein Hörsystem?

 

Hörspezialist: Es gibt eine ganz große Bandbreite an Hörsystemen, die die unterschiedlichsten Ausstattungen und Funktionen haben. Und wie bei anderen Produkten orientiert sich daran auch die Preisbildung. So gibt es natürlich zuzahlungsfreie Hörsysteme, die eine einfache Technik mit sich bringen und es gibt winzige, hochkomplexe Hörsysteme mit modernster Technologie, die jeder Situation gewachsen sind und dementsprechend auch einen besonderen Preis haben. Ihr Akustiker hilft Ihnen auch bei dieser Frage sicherlich weiter.

 

Bibi B. aus H.: Kann ich Hörsysteme eigentlich überall erwerben?

 

Hörspezialist: Es gibt sicherlich verschiedene Möglichkeiten, ein Hörsystem zu erwerben. Doch die einfühlsamste und umfangreichste Abstimmung auf Sie, den Menschen, der mit seinem Hörsystem in allen Momenten seines Lebens zufrieden sein möchte, nimmt der Akustiker vor. Dort finden Sie jahrelange Erfahrung und die notwendige Zeit, die benötigt wird, eine Anpassung auf alle Hörvorlieben und individuellen Bedürfnisse durchzuführen.

 

Alexander J. aus M.: Wer kann mir denn einen Akustiker empfehlen?

 

Hörspezialist: Die beste Möglichkeit bietet tatsächlich neben dem Internet eine Empfehlung aus dem Familien- bzw. Freundeskreis. Nehmen Sie sich Ruhe und Zeit, um sich ausgiebig zu informieren. Versuchen Sie unbedingt, einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe, in Ihrer Stadt zu wählen. Eine gute Idee ist es auch, einfach einmal zwei, drei Fachgeschäfte in Ihrer Nähe zu besuchen und nach einem Termin für ein Informationsgespräch rund um die Thematik zu fragen.

 

Gerlinde F. aus D.: Ist es eigentlich von Bedeutung, ob ich zu einem Fachgeschäft einer Filialkette gehe? Oder ist es besser, den kleineren Einzelhändler aufzusuchen?

 

Hörspezialist: Der Gang zum Einzelhändler in Ihrer Stadt oder Region ist sicherlich wirtschaftlich gesehen, die bessere Alternative. Auch wenn Sie gute Produkte und Dienstleistungen in Filialen einer Kette bekommen, so wird ein Einzelhändler in Ihrer Stadt oder Region alles daran setzen, dass Ihr Geld auch Ihrer Stadt oder Region zu Verfügung gestellt wird. Denn Sie wissen, wie das Kapital bei den Ketten oft aus Ihrer Stadt in Zentralen fließen kann, die manchmal sogar im Ausland liegen. Der Einzelhändler aber investiert in Arbeitsplätze vor Ort und sorgt dafür, dass eine gesunde Wirtschaftsstruktur zur Verfügung steht. Denn er macht sein Geschäft nicht nur von Bilanzen abhängig. Das ist gesund für Ihre Stadt oder Region und für Sie, die Sie dort gerne leben.

 

Gerhard Z. aus D.: Warum pfeift eigentlich ein Hörgerät?

 

Hörspezialist: Im Fachjargon nennt man dies eine „akustische Rückkopplung“. Es beschreibt die Situation, dass Teile des schon verstärkten Schallsignals aus dem Ausgang des Hörsystems wieder in den Eingang wandern und für den berühmten Pfeifton sorgen. Heutzutage gibt es viele Technologien, die ein Rückkopplungspfeifen schon in der Entstehung verhindern. Dies ist ein wesentlicher Vorteil der heutigen Digitaltechnik gegenüber den früheren, analogen Hörgeräten.

 

Konrad A. aus B.: Ich habe schon einmal den Begriff „bi-aural“ gehört. Was bedeutet dies?

 

Hörspezialist: Richtig muss es „binaural“ heißen. Damit wird eine Versorgung mit Hörlösungen für beide Ohren beschrieben. Es macht auch wirklich Sinn, die binaurale Versorgung anzustreben, denn beide Ohren funktionieren im Zusammenspiel und selten handelt es sich bei einem Hörverlust nur um Einschränkungen an einem Ohr. Stellen Sie sich vergleichend einmal die Brille vor: Kaum jemand trägt heute noch das Monokel, die Sehhilfe für ein Auge.

 

Stefan F. aus R.: Meine Ohren produzieren immer sehr stark Ohrenschmalz. Komme ich trotzdem für eine Hörversorgung in Frage?

 

Hörspezialist: Aber natürlich. Cerumen nennt der Akustiker das Ohrenschmalz, das von den Drüsen im Gehörgang produziert wird. Es gibt in der modernen Hörtechnologie sehr effektive Cerumen-Schutz-Systeme, die verhindern, dass das Ohrenschmalz sich auf dem Schallausgang des Hörsystems absetzt und es verstopft. Natürlich müssen sog. Cerumenfilter immer mal wieder gewechselt werden, was aber kein Problem ist. Ihr Akustiker kann Ihnen auf jeden Fall die richtige Lösung für Ihre individuelle Situation zeigen.

 

Tina T. aus E.: Kann ich eigentlich die Signale aus allen Richtungen hören, wenn ich ein Hörsystem trage?

 

Hörspezialist: Natürlich. Moderne Technologien sorgen dafür, dass eine direktionale Wahrnehmung, also ein Richtungshören funktioniert. Einfach gesprochen nutzt man automatische direktionale Mikrofontechnologie, die so empfindlich ist, dass sie auf Schallereignisse aus jeder Richtung funktioniert.

 

Henriette L. aus G.: Ich habe den Eindruck, dass ich manche Worte meiner Unterhaltungspartner nicht mehr so ganz verstehe. Ich meine aber noch gut zu hören. Gibt es eine Lösung dafür?

 

Hörspezialist: Das ist eine ganz typische Situation. Insbesondere die „hellen“ Konsonanten wie „f, s, t, g, b, d, z oder c“ werden nur noch undeutlich wahrgenommen und das führt dazu, dass öfter nachgefragt werden muss. Und diese Unterhaltungen werden auch anstrengend, denn das Gehirn versteht nicht richtig, welches Signale das Gehör sendet und sucht dann sinnvolle Ersatzsignale, um ein Wort so zu bilden, dass es im Zusammenhang den Sinn ergibt, den der Gegenüber in der Unterhaltung ausdrücken wollte.

 

Jeannette P. aus D.: Ich weiß, dass ich nicht mehr alles so optimal verstehe. Und abends fühle ich mich immer total kaputt und erledigt. Hängt das etwa zusammen?

 

Hörspezialist: Aber natürlich. Und die meisten Menschen unterschätzen dieses Phänomen. Denn die Signale, die das Gehör an unser Gehirn sendet, sollten sinnvolle Dinge ergeben. Das haben wir im Laufe unseres Lebens so gelernt. Doch wenn Teile von Worten oder Sätzen nicht exakt verstanden werden, hat das Gehirn eine große Aufgabe zu leisten. Es sucht verschiedene Passstücke zusammen und bringt sie in Zusammenhang mit den verstandenen Worten. Ergibt das einen Sinn, ist es gut, ergibt das keinen Sinn, macht das Gehirn weiter. Und all dies geht blitzschnell. Da können Sie sich vorstellen, wie anstrengend ein Tag mit vielen Unterhaltungen werden kann, wenn man nicht mehr alles ganz klar versteht. Ihr Akustiker hat in jedem Fall eine Lösung parat, die zu Ihren individuellen Anforderungen passt.

 

Hugo B. aus H.: Ich sehe immer den Begriff „unsichtbar“, wenn ich ins Schaufenster eines Akustikers blicke. Wie machen die das denn?

 

Hörspezialist: Ganz ehrlich? Es gibt keine unsichtbaren Hörsysteme oder Hörgeräte. Auch die Im-Ohr-Hörlösungen müssen ja sichtbar sein, damit man sie aus dem Ohr nehmen kann und am anderen Tag wieder einsetzen kann. Viele wollen mit diesem Begriff den Eindruck erzeugen, dass Menschen keine Angst vor heutigen, kleinen Hörsystemen zu haben brauchen. Denn deren Mitmenschen können diese Winzlinge nicht mehr sehen. Es gibt bei den Hörakustikern in Deutschland aber immer die Möglichkeit, eine Hörlösung absolut unauffällig zu erhalten. Hierbei sorgt der Akustiker dafür, dass die Hörlösung ganz genau auf Ihre Hörvorlieben, aber auch auf Ihren farblichen Haar- oder Hauttyp abgestimmt und so unauffällig wie möglich angepasst wird.

 

Johann L. aus B.: Kann ein Hörsystem weh tun? Ich frage dies, weil ein Skatbruder von mir davon sprach, dass sein Hörsystem anfangs schmerzhafte Probleme bereitete.

 

Hörspezialist: Normalerweise tut es nicht weh, wenn man sich für ein Hörprodukt entscheidet. Der Akustiker stellt die Hörlösung so empfindlich gut auf den Menschen ein, dass es kein Problem gibt. Doch wie bei einer Brille muss sich der Mensch an ein Hörsystem eben auch gewöhnen. Das ist zumeist ein Prozess über mehrere Wochen, bis alles ganz harmonisch miteinander funktioniert. Doch diese Gewöhnungsphase ist vollkommen normal und gehört beim Kauf eines Hörsystems zwingend zur Beziehung Kunde und Akustiker. Wenn Sie Ihr Akustiker mit Ihrem Hörsystem einfach wegschickt, sollten Sie unbedingt den Akustiker wechseln.

 

Anna P. aus N.: Stimmt es, dass man Hörgeräte heute auch mit einem Smartphone steuern kann ? Und funktioniert das mit jedem dieser Computer-Handys ?

 

Hörspezialist: Das ist absolut richtig. Es gibt mittlerweile Hörsysteme, die direkt mit dem Smartphone drahtlos „verbunden“ werden können. Damit können die Nutzer z.B. zwischen verschiedenen Hörprogrammen wählen, was gerade in den unterschiedlichsten Hörumgebungen von großem Vorteil ist. Durch diese Verbindungsmöglichkeiten wird das Hörgerät immer mehr zu einem modernen, tragbaren Kommunikationsmittel, einem sogenannten „Wearable“. Ihr Hörspezialist kann Ihnen übrigens verschiedene Systeme dazu vorführen.


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